Schmerzfreie Bewegung beginnt im Gehirn – Neurozentriertes Bewegungstraining in Erlangen

Was ist neurozentriertes Training?

Viele therapeutische und sportliche Herangehensweisen setzen bei Muskeln, Gelenken, Sehnen und anderen Strukturen an. Das neurozentrierte Bewegungstraining betrachtet Bewegung aus einer anderen Perspektive: dem Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem und Körper.

Unser Gehirn erhält ständig Informationen aus unterschiedlichen Bereichen des Körpers und der Umwelt – beispielsweise über Augen, Gleichgewichtssystem, Haut oder von den Gelenken. Diese Informationen werden verarbeitet und beeinflussen, wie wir uns bewegen und wie sicher sich der Körper mit einer Bewegung fühlt.

Sind bestimmte Informationen unklar, widersprüchlich oder werden sie vom Nervensystem als unsicher bewertet, kann dies unsere Bewegung beeinflussen. Unter anderem können sich Beweglichkeit, Muskelspannung, Koordination oder auch die Schmerzwahrnehmung verändern.

Im neurozentrierten Bewegungstraining geht es deshalb darum, die für eine Bewegung wichtigen Informationen gezielt anzusprechen. Dadurch können Bewegungen wieder sicherer und kontrollierter werden.

Für wen kann es interessant sein?

Sie haben bereits verschiedene Methoden ausprobiert und wiederkehrende Beschwerden sind dennoch nicht verschwunden?

Sie trainieren bereits regelmäßig, aber bestimmte Bewegungen funktionieren trotzdem nicht so, wie Sie es sich wünschen?

Trotz jahrelangem Krafttraining kommen Sie bei bestimmten Bewegungen nicht weiter?

Dann kann neurozentriertes Bewegungstraining einen anderen Blick auf Ihre Bewegungsprobleme ermöglichen – und Ihnen dabei helfen, Ihren Körper im Alltag, bei der Arbeit, in der Freizeit oder im Sport besser zu unterstützen.

Was kann ich durch neurozentriertes Bewegungstraining beeinflussen?

Neurozentriertes Bewegungstraining kann unter anderem interessant sein für:

  • Verbesserung von Haltung und Körperwahrnehmung
  • Reduzierung von Schulter-Nacken-Verspannungen
  • Linderung von Gelenkbeschwerden
  • Verbesserung von Gleichgewicht und Koordination
  • Umgang mit Schwindel- und Gleichgewichtsbeschwerden
  • Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit
  • Lösen wiederkehrender Beschwerden
  • Aufarbeiten einer alten oder neuen Verletzung
  • Verbesserung der Bewegungskontrolle

Und bei vielen weiteren individuellen Bewegungszielen.

Häufige Fragen

"Warum wird mir schwindelig, wenn ich mich zu schnell aufrichte?"

Vielleicht kennen Sie das Gefühl: Sie liegen auf dem Rücken, richten sich auf und plötzlich wird Ihnen schwarz vor Augen oder Sie fühlen sich kurz schwindelig.

Unser Gleichgewichtssystem verarbeitet unter anderem Informationen über Beschleunigung und Lageveränderungen des Körpers. Dabei spielen verschiedene Sinnesorgane und Bereiche des Nervensystems zusammen. Werden diese Informationen nicht optimal verarbeitet oder passen sie nicht gut zueinander, kann das Gleichgewichtssystem entsprechend reagieren.

Gezielte Übungen können dabei helfen, die Verarbeitung dieser Informationen zu trainieren und das Zusammenspiel der verschiedenen Systeme zu verbessern.

"Ich übe jeden Tag und kann trotzdem nicht auf einem Bein stehen. Was mache ich falsch?"

Gleichgewicht hängt nicht nur davon ab, wie viel wir üben. Unser Gehirn benötigt dafür Informationen aus verschiedenen Systemen – unter anderem aus den Augen, dem Gleichgewichtssystem sowie aus Muskeln und Gelenken.

Wenn beispielsweise wichtige Informationen aus Fuß-, Knie- oder Hüftgelenk nicht ausreichend oder nicht eindeutig verarbeitet werden, kann dies die Gleichgewichtskontrolle beeinflussen.

Neurozentriertes Koordinations- und Gleichgewichtstraining setzt deshalb nicht nur bei der Übung selbst an, sondern auch bei den Informationen, die für eine gute Bewegung benötigt werden.

Ein kleines Experiment

Wie stark können visuelle Informationen eine Bewegung beeinflussen?

Sie benötigen dafür lediglich eine Wanduhr.

Stellen Sie sich aufrecht hin und heben Sie einen Arm seitlich auf etwa 90°. Führen Sie den gestreckten Arm langsam so weit nach hinten, wie es sich angenehm anfühlt. Achten Sie darauf, wie weit Sie kommen und wie sich die Bewegung anfühlt.

Fixieren Sie anschließend eine Zahl auf der Wanduhr, zum Beispiel die 6. Wippen Sie nun etwa zehn Sekunden lang langsam über die Zehenspitzen auf und ab. Halten Sie dabei die gewählte Zahl ständig mit den Augen im Blick.

Testen Sie anschließend die Armbewegung noch einmal.

Hat sich etwas verändert?

Schon eine kleine Veränderung der visuellen und vestibulären Informationen kann die Wahrnehmung und Ausführung einer Bewegung beeinflussen.

Genau hier setzt neurozentriertes Bewegungstraining an.

Lernen Sie bei uns, wie Sie die für Ihre Bewegung wichtigen Systeme gezielt ansprechen können.

So können Bewegungen leichter fallen, Verspannungen reduziert werden, die Körperwahrnehmung verbessert und mehr Vertrauen in den eigenen Körper entwickelt werden.

Sie möchten herausfinden, ob neurozentriertes Bewegungstraining für Sie geeignet sein könnte?
Vereinbaren Sie einen Termin und lernen Sie unser neurozentriertes Bewegungstraining in Erlangen persönlich kennen.

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